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Schlafsäcke


Temperaturangaben:
Die angegebenen Temperaturen von Schlafsäcken werden in Europa nach der EN13537 Norm getestet. Am Schluss dieses Labortests werden drei Temperaturwerte errechnet:

Komforttemperatur/-Bereich:
Bei dieser Temperatur schläft eine “Norm-Frau” (25 Jahre, 60 kg, 160 cm) in kurzer Unterwäsche ruhig durch.
Limittemperatur: Ein “Norm-Mann” (25 Jahre, 70 kg, 173 cm) schläft bei dieser Temperatur in normaler bis langer Unterwäsche ruhig durch.
Extremtemperatur: Bei dieser Temperatur erleidet die “Norm-Frau” keine Unterkühlungen. Dieser Wert sollte jedoch bei der Kaufentscheidung nicht beachtet werden.

Zu beachten:
Personen die schnell zu frieren beginnen, empfehlen wir den Schlafsack ca 5° wärmer zu kaufen als laut Temperaturangabe nötig wäre. Die gegebenen Temperaturwerte sind keine Absolutwerte. Es hängt immer vom Körperbau und der Konstitution der Person ab ob ein Schlafsack die angegebenen Werte erreicht.

WICHTIG zu wissen: Ein Schlafsack wärmt nicht, er isoliert nur. Daher empfehlen wir nur in den Schlafsack zu steigen wenn der Körper einigermassen warm ist. Daher lohnt es sich, falls dies nicht der Fall sein sollte, z.B. um das Zelt zu joggen und so den Kreislauf in Gang zu bringen und den Körper aufzuwärmen, damit der Schlafsack diese Körperwärme dann optimal isolieren kann.

Konstruktion:
Ein Schlafsack mit guter Füllung ist noch lange kein guter Schlafsack. Ob Daune oder Kunstfaser, die Füllung muss immer fixiert werden um eine gleichmässige Isolierschicht zu gewährleisten. Bei allen hochwertigen Schlafsäcken wird ein so genanntes Kammernsystem angewendet bei dem zwischen Innen- und Aussenschlafsack Stege eingenäht werden die dann die jeweilige Füllung am Ort halten.

Form:
Die Form spielt bei der Auswahl des richtigen Schlafsacks eine entscheidende Rolle. Spielen Packmass und Gewicht keine Rolle, empfiehlt sich ein Decken- oder Rechteckschlafsack. Jedoch sind Decken- bzw. Rechteckschlafsäcke bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt nicht geeignet, da es mehr Leerraum gibt, in welchem die Körpertemperatur verloren gehen kann.
Mumienschlafsäcke sind hingegen wahre Meister wenn es um geringes Gewicht bzw. Packmass geht. Sie sind auch gut geeignet bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt. Personen mit Platzangst sollten ein eher weit geschnittenes Modell wählen.

Füllung:
Die Füllung ist bei der Auswahl des richtigen Schlafsacks sehr wichtig, da sie entscheidend zum Schlafkomfort beiträgt.

Daune:
Obwohl die Forschung von synthetischen Schlafsackfüllungen in den letzten Jahren beachtliche Fortschritte gemacht hat, kommt immer noch nichts an das geringe Packmass und den erreichten Schlafkomfort von Daunenschlafsäcken heran. Daune nimmt die Feuchtigkeit vom Körper auf, transportiert sie nach aussen und gibt sie an die Umgebung ab (vorausgesetzt die Aussentemperatur ist genügend niedrig). Ein Daunenschlafsack ist unerreicht klein und leicht verpackbar und sehr langlebig, solange er nicht allzu oft mit Feuchtigkeit in Berührung kommt (z.B. in den Tropen oder auf hoher See).
Wichtig ist auch die Qualität der Daune. Diese erkennt man am einfachsten an der “cuin” Angabe. Dieser Wert gibt an wie stark sich die verwendete Daune aufbauschen kann. Um diesen Wert zu ermitteln wird eine Unze (28g) Daune in einem Zylinder für 24 Stunden zusammengepresst. Daraufhin wird geprüft wie stark sich die Daune in die Ursprungsform aufbauscht und dadurch der cuin-Wert ermittelt. Eine 650er Daune gilt als hochwertig, eine 800er Daune als beinahe unschlagbar. Einfluss auf die Qualität hat auch das Mischverhältniss von Daune und Kleinstfedern. Ein hoher Federanteil senkt die Qualität der Füllung, verschlechtert aber auch das Wärme-/Gewichtsverhältnis, macht dafür einen Schlafsack weniger feuchtigkeitsanfällig.

Kunstfaser:
Der grosse Vorteil von Kunstfaserschlafsäcken ist, dass die Polyesterfasern keine Feuchtigkeit aufnehmen und sehr viel schneller trocknen wenn sie einmal nass geworden sind. Daher sind sie vor allem für Reisende zu empfehlen die in tropische Regionen verreisen oder auf hoher See unterwegs sind. Sie sind in der Anschaffung günstiger, jedoch ist die Lebensdauer auch kürzer als bei Daunenschlafsäcken.
Kunstfasern bestehen in der Regel aus Polyester oder aus Kombinationen mit Polyolefin-Fasern. Um den Lufteinschluss zu verbessern werden sie mit Hohlräumen versehen. Damit die Fasern aneinander gleiten können, müssen diese mit einer Silikonschicht versehen werden. Die Qualität des Silikonüberzugs ist schliesslich das Merkmal, welches über die Langlebigkeit eines Kunstfaserschlafsacks entscheidet. Bei Billigschlafsäcken ist diese Silikonschicht oft nach dem ersten Waschen weg und der Schlafsack verliert enorm an Wärmeleistung und Komfort.

Bei uns steht die Beratung und das Probeliegen von Schlafsäcken an erster Stelle, so dass jeder Kunde nach seinen individuellen Ansprüchen und eigenen Einsatzkriterien den für ihn perfekten Schlafsack findet.