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Produkteinformation Rucksack

Kurztipps

- Gute Passform an Deinen Rücken ist ein Muss: Lasse Dich von den Experten bei LANDWEG beraten.
- Wichtige Auswahlkriterien sind: Verwendung des Rucksacks und eigene Bedürfnisse an die Ausrüstung.
- Nutze unsere Produkte Information als ein Hilfsmittel.
Der Rucksack ist ein zentrales Ausrüstungselement, wenn man zu Fuss oder mit dem Fahrrad unterwegs ist. Man ist über mehrere Stunden am Tag aufs Engste mit ihm verbunden.
Erst mit einem Rucksack werden Touren abseits der Zivilisation möglich. Oder er erleichtert den Reisealltag, indem man mit dem ganzen Gepäck auf dem Rücken tragend am Flughafen das korrekte Terminal sucht oder in der Stadt die Jugendherberge.

Es ist essentiell, dass Du Dir den Rucksack entsprechend seinem Einsatzbereich aussuchst. Ebenso wichtig ist die perfekte Passform an Deinen Rücken, wie auch die eigenen Anforderungen an das Ausrüstungsstück.

Einsatzkriterien:

Geländeform: Für Trekking in leichtem Gelände bringt eine gute Belüftung Vorteile, für den alpinen Einsatz sind ein guter Sitz und schlanker Schnitt von grosser Bedeutung.

Fortbewegungsart: Bei einer längeren Trekkingtour sind Tragekomfort und ein geringes Gewicht entscheidend, ein Reisender schätzt die Vorzüge des Kofferrucksacks.

Volumen und Gewicht des Rucksacks: Abseits der Zivilisation, bei grösseren Touren, trägt man entsprechend mehr Gepäck und der Rucksack muss das Mehrgewicht verkraften können.

Für jeden Einsatz der richtige Rucksack

Kofferrucksäcke:
Diese bilden eine spezielle Kategorie im Bereich Innengestellrucksäcke. Meistens werden sie wie ein Koffer von vorne beladen. Für die Kleidung gibt es im Innern spezielle Halterungen. Um das Tragesystem vor Transportschäden zu schützen, kann es unter einer Abdeckung fixiert werden. Diese Kofferrucksäcke kann man auch für leichte Trekkingtouren einsetzen.

Innengestellrucksäcke:
Diese Kategorie wird zweigeteilt: Einerseits gibt es Rucksäcke für lange Trekkingtouren und Expeditionen, die höchstmöglichen Tragekomfort bieten auch bei Lasten von weit über 25 kg. Hier werden die besten Materialien und die neusten Entwicklungen eingesetzt und bei der Lastübertragung auf das Becken grösstmöglichen Wert gelegt. Andererseits gibt es Trekkingrucksäcke, für kürzere Touren, wenn 10 bis 20 kg getragen werden müssen. Das Volumen liegt hier ab 45 Liter aufwärts, z.T. bis zu 70 Liter. Hüftgurt, Innengestell und Schulterriemen sind perfekt den zu erwartenden Lasten angepasst.

Kletter und Tourenrucksäcke:
Diese zeichnen sich durch extrem sicheren Sitz, engen Körperkontakt und eine sehr hohe Bewegungsfreiheit aus – genau richtig für bewegungsintensive Aktivitäten wie Klettern, Skitouren, Hochtouren etc. Ausserdem sind sie mit bis zu 50 Litern deutlich grösser als Tagesrucksäcke. Meist sind die grösseren Tourenpacks mit einem Hüftgurt ausgestattet, der etwas Last auf das Becken überträgt. Bei den hochwertigen Modellen findet man ähnliche Tragesystem wie bei Trekkingrucksäcken.

Wanderrucksäcke:
Kommen bei Tageswanderungen zum Einsatz und fassen ein Volumen von bis zu 40 Litern. Bei einer Last von mehr als 8 bis 10 kg , ist ein Trekking- oder Tourenrucksack vorzuziehen. Das Aero-Tragesystem dieser Kategorie bietet einen hohen Tragekomfort und eine gute Belüftung. Ein vorgespanntes Netz, luftige Schaumstoffpolster oder Schaumrippen sorgen für Abstand zum Rücken und gute Luftzirkulation. Deswegen sind sie zum Biken weniger geeignet.

Fahrrad- und Skaterrucksäcke:
Diese Modelle sind speziell für Biker und Inline-Skater konzipiert. Ein gutes Sitzen und hervorragende, aber zugfrei Belüftung stehen hier im Vordergrund. Auch fürs Langlaufen, Klettern und Motorradfahren geeignet.

Tagesrucksäcke:
Freizeit oder Beruf, Natur oder City – mit diesen Tagesrucksäcken machst Du immer eine gute Figur. Ein Rückenpolster verhindert ein Durchdrücken von harten Gegenständen.

Tragesystem

Dies bildet das Herzstück eines jeden Rucksacks. Aber selbst das beste Tragesystem kann seine Stärken nur dann vorweisen, wenn es passt! Hierzu ist es wichtig, besondere Aufmerksamkeit auf die Rücklänge zu richten: Kein Rücken gleicht dem anderen. Jeder hat eine andere Konstitution und Statur und daher lohnt es sich, beladene Rucksäcke mit unterschiedlichen Tragesystemen zu testen, um das Richtige für sich zu finden. Die Rückenlänge ermittelt man aus der Distanz zwischen Oberkante der Schulterblätter bis zur Oberkante der Beckenknochen. Es wäre falsch, mit einem kurzen Rücken einen 80 Liter Rucksack zu tragen oder mit einem langen Rücken einen 20 Liter. Volumen und Rückenlänge müssen in gesundem Verhältnis stehen.

Ein steifer Hüftgurt ist notwendig, um die Last optimal auf das Becken zu übertragen und somit die Schultern zu entlasten. Je steifer der Hüftgurt, desto besser ist die Lastübertragung auf Kosten der Bewegungsfreiheit. Durch die seitlichen Hüftstabilisierungsriemen kann die Lastübertragung (angezogen) oder Bewegungsfreiheit (locker) erhöht werden. Es gibt auch an die weibliche Anatomie angepasst Modelle.

Das Verstellsystem bei Schulterriemen erlaubt dir eine genaue Anpassung der Schulterträger an die Breite deiner Schultern. Eine grosse Auflagefläche ist hier wichtiger als eine weiche Polsterung. Keinesfalls dürfen sie die Bewegungsfreiheit einschränken.

Der Brustgurt fixiert die Schulterriemen an der richtigen Stelle auf den Schultern. Ausserdem kann bei längerem Tragen der Druck auf der Schulter etwas verschoben werden.

Die Lagekontrollriemen erlauben in gelockertem Zustand eine bessere Belüftung, angezogen eine höhere Stabilität. Bei sehr steifen Hüftgurten können die Schultern auch mal ganz entlastet werden, indem man die Schulterriemen lockert und die Lagekontrollriemen anzieht. Generell gilt beim Trekking: Die Lagekontrollriemen sollen steil (30-45 Grad) von den Schultern nach oben zum Rucksack führen. So ist dann aber die Kopfbewegung eingeschränkt. Darum gilt für den alpinen Einsatz: Die Lagekontrollriemen sollen flach von den Schultern zum Rucksack führen.

Zusätzliche Eigenschaften

Deckel: Muss gut verschliessbar sein, und doch einfach zu handhaben (auch mit Handschuhen). Mit 1 bis 2 Fächern ausgestattet.

Bodenfach: Unterteilt den Rucksack in 2 Kammern. Verstärkter Bodenbereich.

Kompressionsriemen: Stabilisieren den Rucksackinhalt und variieren das Volumen.

Externe Befestigungsmöglichkeiten: Laschen, Riemen und Einschubtaschen zum Anbringen von Schneeschuhen, Zeltgestänge, Reiseführern und Kartenmaterial etc.

Material und Verarbeitung

Denier: Die Einheit D (oder den, tex bzw. dtex) steht für Denier und gibt die Garnfeinheit an. Je niedriger die Zahl, desto feiner das Garn. Ein 1000den Cordura (Nylongarn) ist also robuster als das entsprechende 500den-Gewebe.

Hauptsächlich werden Nylon (Polyamid) und Polyester verwendet. Bei gleicher Materialstärke ist Nylon das abriebfestere Gewebe (Rucksackböden etc.), Polyester ist dafür UV-beständiger (nur geringer Farbverlust). Meist sind sie auf der Innenseite PU-beschichtet, um die Gewebe wasserdicht zu machen. Bei Regenwetter empfiehlt es sich aber trotzdem eine Regenhülle, ein Poncho oder ein wirklich wasserdichter Rucksack zu verwenden.

Erstklassiges Riemenmaterial ist aus Terylene Polyester und somit reiss- und abriebfest).

Schnallen und Verschlüsse sollen natürlich bruchfest (elastisch) sein, dürfen auch bei tiefsten Minusgraden nicht spröde werden und sollen nicht ausleiern.

Weitere Qualitätsmerkmale sind grobe Reissverschlüsse, geschmeidiglaufende Riemen und ein sauberes Nahtfinish.

Richtiges Anpassen

Damit ein Rucksack richtig anprobiert werden kann, muss er praxisgerecht mit 10-20 kg beladen werden. Die Kompressionsriemen müssen angezogen sein, um die Last im Rucksack zu fixieren. Vor dem Schultern des Rucksacks, zuerst alle Riemen, die mit dem Tragesystem zusammenhängen, lockern. Dann den Rucksack schultern, und den Hüftgurt mittig auf dem Beckenknochen platzieren und stramm anziehen. Nun den Brustgurt schliessen und jetzt die Schulterriemen anziehen. Die Last des Rucksacks muss aber unbedingt auf dem Beckenknochen aufliegen und nicht von den Schultern getragen werden. In schwierigem Gelände ergibt ein festes Anziehen der Lagekontrollriemen, einen besseren Kontakt zum Rücken und somit mehr Stabilität. Lässt man die Lagekontrollriemen lockerer, verbessert dies die Belüftung am Rücken.

Nimm Dir auf alle Fälle genug Zeit zum An- und Ausprobieren von verschiedenen Modellen und Einstellungen!

Richtiges Packen

Hierzu gibt es die verschiedensten Philosophien: Logischerweise sollte der Schwerpunkt dicht am Körper liegen. In leichterem Gelände sollten schwere Dinge möglichst hoch und nah am Rücken verstaut werden, in schwierigerem Gelände ist es sinnvoll diese ebenfalls rückennah, aber eher im mittleren Bereich des Rucksacks zu platzieren. Der Schlafsack gehört normalerweise ins Bodenfach. Küchenzubehör, Zelt, Bekleidung, Proviant platziert man ins Hauptfach. Müsliriegel, Kamera, Erste-Hilfe-Material und Kleinmaterial passen ins Deckelfach. Zeltgestänge und Iso-Matten können aussen, senkrecht am Packsack mit Spanngurten befestigt werden. Ansonsten sollte alles im Rucksack platz finden, damit er nicht unhandlich und sperrig wird.